Historie

In der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg heisst es in Paragraph 1, Ziffer3:
"Die verantwortliche Teilnahme an der bürgerschaftlichen Verwaltung der Gemeinde ist Recht und Pflicht des Bürgers".
Daraus lässt sich schliessen, dass in Gemeinden und Kreisen die Parlamente nicht nur von Parteimitgliedern (also Parteien) gebildet werden dürfen, und dass jeder Bürger zur Mitarbeit bei der Selbstverwaltung geradezu verpflichtet ist. Im Grunde schöpfen die Freien Wähler aus dieser Selbstverwaltungsgarantie ihre Daseinsberechtigung.
Ein grosser Politikwissenschaftler hat dies einmal so ausgedrückt:
"Die kommunalpolitischen Fragen lassen sich viel schwerer unter dem Aspekt parteipolitischer Programme erfassen und beurteilen als Probleme der Bundes- und Landespolitik.
Es gibt keine christliche Strassenbeleuchtung und keine sozialistischen Bedürfnisanstalten. Es ist kein Zweifel, dass die Wählervereinigungen für die Gemeindevertretungen häufig qualifiziertere Vertreter präsentieren als die politischen Parteien".
(Professor Dr. Theodor Eschenburg, "Der Spiegel", 16.3.1960)

Wer nicht weiss woher er kommt, weiss nicht wo er steht, und wer seinen Standort nicht kennt, der vermag keine Perspektiven zu entwickeln. Diese geschichtsphilosophische Weisheit gilt für das Leben des einzelnen Menschen ebenso wie für politische Gruppierungen.
Die Gründung des Landesverbandes der Freien Wähler erfolgte offiziell am 3. März 1956 in Stuttgart. Gründungsmitglieder waren Carl Ebner, Ulm, Elisabeth Haberkorn, Weinheim, Bürgermeister Hohn, Ladenburg, Gerd Pauly, Rastatt und Dr.med. Erich Weiler, Mosbach.
Dr. Weiler wurde an diesem Tage von der Gründergruppe zum 1. Landesvorsitzende gewählt. Er führte die FWV bis April 1967 in diesem Amt.



Dr. Weiler verstarb 2010 im Alter von 96 Jahren.

Als nächster Landesvorsitzender folgte Herr Dr. Friedrich Simon aus Freiburg im Breisgau von 1967 bis 1978.
Er starb im Jahr 1978.

Herr Hans Hohmann aus Weinheim übernahm den Landesvorsitz von 1978 bis 1987.


Oberbürgermeister Heinz Kälberer aus Vaihingen-Enz übernahm die Verbandsführung 1987.