Der neue Kreisvorstand der Freien Wähler (von links):
Klaus Langer (Kassierer), Anton Steppeler (Vorsitzender),
Wolfgang Fürst (stellvertretender Vorsitzender) und
Josef Klein (Pressereferent) - Foto: Stefan Sahli
KREIS WAKDSHUT. Anton Steppeler ist neuer Vorsitzender der Freien Wähler im Kreis Waldshut. Mit der Wahl Steppelers bei der
Hauptversammlung der Organisation am Donnerstag in Herrischried-Wehrhalden ging gleichzeitig eine Ära zu Ende:
Fast eine Dekade amtierte Franz Waßmer als Kreisvorsitzender, der für seine Verdienste um die Organisation mit
vielen Auszeichnungen verabschiedet und von seinem Kreisverband zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.
Zwar wurde im Beisein des stellvertretenden Landesvorsitzenden Gerhard Bühler die Diskussion über eine mögliche Beteiligung
der Freien Wähler bei der kommenden Landtagswahl angerissen, ansonsten stand die Hauptversammlung aber ganz im Zeichen der
Verabschiedung von Franz Waßmer. Neun Jahre stand er an der Spitze des Kreisverbandes, und so geriet sein
Rechenschaftsbericht zu einem Rückblick auf diese Jahre.
"Wir haben eine Stimme und Gewicht gewonnen, müssen das aber noch verstärken, um die Bürger und unsere Region als Anwalt
des ländlichen Raums besser vertreten zu können", so Waßmers Fazit. Insgesamt fiel seine Bilanz der vergangenen Jahre
zwar weitgehend positiv aus, allerdings verschwieg er auch das nicht, was aus seiner Sicht unerledigt geblieben ist.
So gehöre der Kreisverband Waldshut zwar zu den mitgliederstärksten in Baden-Württemberg, allerdings sei es weder gelungen
eine Jugendorganisation zu gründen, noch gebe es eine Organisation für Senioren. Für Waßmer ein Versäumnis. Ebenfalls bedauerte er,
dass ein mehrfach geplanter, gesellschaftspolitischer Tag nie veranstaltet worden ist, denn das Thema demografischer Wandel und das
Verhältnis Jugend und Senioren gewinne zunehmend an Bedeutung.
Das Größte Manko der vergangenen Jahre: keine Teilnehmer der Freien Wähler an Landes- oder Bundestagswahlen.
"Wir vergeben uns eine Chance", so der scheidende Kreisvorsitzende, der eine eine gründliche und ausgewogene Analyse forderte (wir berichten noch).
Noch vor den Wahlen begannen die Elogen auf den scheidenden Kreisvorsitzenden, der seit 1998 auch dem
Präsidium des Landesverbandes angehört. Als "gradlinig und offen" und als Politiker, der "stetig dicke Bretter gebohrt"
habe schilderte Gerhard Bühler, der stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler, seinen Präsidiumskollegen.
Der stellvertretende Landesvorsitzende überbrachte Waßmer die Ehrenmedaille und damit die höchste Auszeichnung des Landesverbandes.
Anton Steppeler, Waßmers bisheriger Stellvertreter, überreichte diesem die Goldene Ehrennadel des Kreisverbandes und hatte noch jene
Überraschung parat, Waßmer zum Ehrenvorsitzenden des Kreisverbandes zu ernennen.
"Wir haben lange einen Nachfolger gesucht und jetzt einen richtig tollen gefunden", so Waßmer bei den anstehenden Wahlen,
bei denen Anton Steppeler, der sich erst spät zu einer Kandidatur entschlossen hatte, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.
Stellvertreter wurde Wolfgang Fürst, Pressereferent blieb Josef Klein. Neuer Schriftführer wurde Roland Baumgartner, und der wiedergewählte
Kassierer Klaus Langer wir es künftig mit illustren Kassenprüfern zu tun haben: den langjährigen Kreisvorsitzenden Johann Meier und Franz Waßmer.
Autor: Stefan Sahlin